Kategorie: Service

  • Binix

    Gesellschaft ohne Telekommunikation

    Ursprünglich mal Bitel genannt, beschäftigt sich die Gesellschaft heute nicht mehr mit Kleinigkeiten. Zwar verspricht sie neueste Technik wie Glasfaser, braucht dann aber 2 Jahre, um den Anschluss freizuschalten.

    Auftragsbestätigung: niente, nix

    Auskünfte: niente, nix

    Service: niente, nix

    Nur noch für Geschäftskunden will man da sein, sprich: nur für sich selbst, die Stadt, das Dorf, die Kommune und die vielen öffentlichen Bediensteten.

    Privatkunden verweist man an die Baufirma, die die Arbeiten ausführt oder den eigentlichen Betreiber, eine Gesellschaft australischer Investoren.

    Die Baufirma selbst ist die netteste, hat auffallend aktive Bautrupps, gibt bereitwillig Auskunft und kommt den Bürgerinnen und Bürgern gern entgegen.

    Der Betreiber meldet die Arbeiten nur verzögert fertig bei der Binix, Gesellschaft ohne Telekommunikation.

    Endgeräte von ‚Drittanbietern‘ unterstützt man nicht, man wird also als Privatkunde gezwungen, Geräte einer einzigen Herstellerfirma zu kaufen und zu installieren.

    Das dürfte deutschen Marktregularien völlig entgegenstehen und einer rechtlichen Überprüfung nicht standhalten.

    Egal, was die Bürgerinnen, Bürger oder Juristen sagen: Service ist lästig. Wie immer in Bieledorf. Zwar nennt sich eine Abteilung ‚Kundenservice‘, aber es reicht ja, wenn man sich so nennt.

    Dann ist man auf dem Papier zumindest existent, die oberen Herrn können darauf verweisen: haben wir!

    Glasfaser von bitel: ist wohl nix oder eben ohne Telefon

    Aktualisierung am 26. 08. 2026: das namenlose ‚Beschwerdemanagement‘ (schon wieder ein gut klingender Abteilungsname, warum aber ohne Namen) entschuldigt sich per eMail, findet alle möglichen Ausreden und verweist auf eine Auftragsbestätigung, die am 27. Juli verschickt wurde. Tatsächlich fand sich ein solches eMail mit dem Download-Link zu einer Auftragsbestätigung. Der Link sei angeblich 60 Tage gültig, liefe also am 27. 9. 2026 ab. Der Abruf am 26. 08. 2026 gelang nicht.

    Die Geschäfts-Prozesse bei binix sind einfach unerträglich:

    und dann war da noch: der Willkommensflyer von Bitel bzw. Westconnect, dem ausführenden Partner-Unternehmen.
    Er wurde als Anhang zu einer binix-eMail zugeschickt:

    Manchmal ist Selbstgemachtes eben doch nicht lecker. Bei der Telefonie nicht und bei der IT auch nicht.

  • Wen wundert es

    wenn nun der wilde Müll vermehrt auftaucht?

    Die Abfallwirtschaftt auf jedenfalls nicht. Sie tut alles dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger alles richtig machen, Abfall sorgfältig sortiert und lose in die Mülltonnen legt. Selbst Fenster aus den Fensterbriefumschlägen sind gesondert einzulegen und Pizzakartons -je nach Speiseresten- mal in den Papier- und mal den Restmüll.

    Waren gekochte Speisen in grünen Tonnen früher ein Tabu, wünscht man sie sich jetzt zwecks Verwendung für Biogas.

    Alle Wünsche werden transparent kommuniziert, auf den Webseiten und in der Tageszeitung. Ob es jemals in der Abfallsatzung der Stadt Erwähnung fand oder nicht: selbst die Gebühren setzt die Abteilung pflichtgemäß selbst fest. Die Abstimmung findet intern statt, ohne Rat, Bürgerinnen und Bürger.

  • Endlich wieder freie Auswahl

    bei den Sperrgutbergen in Bieledorf.

    Die Abfallwirtschaft in Bielefeld organisiert die Sperrgutannahme neu. Die Anlieferung wird teurer, die Abholung preiswerter und umfangreicher.

    Unvergessen, die Sperrguttage vergangenener Jahre. Ganze Trupps zogen durch die Straßen Bielefelds um nach brauchbaren Gütern zu schauen.

    Schließlich wurden die Abholungen nur noch gezielt vereinbart, damit nicht alle Bürgerinnen und Bürger wussten, wann und wo sie auf die Pirsch gehen konnten.

    Da die Abholung aber schon in den frühen Tagesstunden denkbar war, wurden die Dinge abends rausgestellt und es sprach sich schnell rum: An der X-Straße stehen interessante Sachen.

    Am Morgen war der Berg dann auseiandergenommen und schwerlich zu verladen.

    Daraus hat man gelernt in Bielefeld. Morgens geht es später los. Man hofft, dass dann weniger gefleddert wird.

    Insgesamt wird es also angenehmer für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: was nicht angemeldet oder unliebsam ist, wird nicht mitgenommen.

  • Immerhin

    schauen die Griffe jetzt zu den Bürgerinnen und Bürgern bzw. in Ziehrichtung. Um sie daran zu erinnern, dass die Abfallwirtschaft so nett war, die Tonnen zu leeren, stehen sie gleich mitten in der Einfahrt. So müssen alle erst einmal mitten auf der Straße halten um die Tonnen an die Seite zu schaffen.

    Mülltonnen vor der Einfahrt. Griffe immerhin anweisungskonform
  • Der gute Eindruck

    Immer wieder fällt der Wochenanfang auf. Am Wochenende wurde gefeiert oder auch nur ge’chilled‘. Dann macht Bieledorf seinen besten Eindruck:

    Leider haben die Gäste (Bürger/Innen würden sich das vermutlich nicht erlauben) auch Hinterlassenschaften neben der Lutter gelassen.

    Die Mülleimer sind schon immer zu klein und die Leerung eher ein Zufall. Es gelten halt Tarife und Arbeitszeiten und wer putzt schon gern hinter anderen Leuten her. Oder abends, morgens oder gar nachts? Da gelten schließlich Zuschläge!

    Direkt neben der Kunsthalle könnte es natürlich auch Kunst sein. Ach nein, nicht ’natürlich‘, passt es docvh schlecht in die Parks von Bieledorf.

  • ‚Service‘

    noch nicht ganz drin in der neuen Welt bietet die Stadt Bielefeld sogenannte Service-Stopps an. Gemeint sind zusätzliche Pausen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (sowie der Bürgerinnen und Bürger) auf den Wertstoffhöfen der Stadt.

    Mit besonderen Flyern weist die Stadt auf die Notwendigkeit dieser Pausen hin und bietet als ‚Service‘ ganz modern einen KuhErr-Code an. Mit meinem Handy kann man den nicht lesen, immerhin ein Sony Xperia der neueren Bauart.

    Das ist wiederum nicht schlimm, erfährt man auf der Webseite dahinter ohnehin nur, ob gerade ein ‚Service‘-Stopp aktiv ist oder nicht.

    Hat man so erfahren, dass gerade kein Stopp aktiv ist, fährt man zuhause los und steht dann doch in der Schlange. Geschlagene 45 Minuten braucht ein Radlager um 4 oder 5 mal gegen Müllstapel zu fahren um sie zu komprimieren.

    Die Mitarbeiter können nur zuschauen, die Bürgerinnen und Bürger nur warten.

    P.S.: Die Anzeige der ‚Service‘-Stops wurde überarbeitet und sichtbar verbessert. Meinen Glückwunsch dazu!